Freitag, 16. Dezember 2011

Iron Sky - We Come In Peace!



Die Produktionsgeschichte von Iron Sky mutet genauso
haarsträubend an wie die Story des Films selbst. So waren an
Iron Sky nicht nur mehrere Produktionsfirmen an der Finanzierung
beteiligt, sondern wurde über die Internetseite www.ironsky.net
ein Aufruf an die Öffentlichkeit gestartet, in der um eine monetäre
Beteiligung zur Realisierung des Projektes geworben wurde.
Dies bedeutete mit 900.000 € einen Anteil von nahezu 8 %.
Iron Sky ist damit ein bisher in dieser Größenordnung einmaliges
Unterfangen im Funding. Ein Blick auf die Seite von Iron Sky
lohnt sich, da die Werbung sich einer Ästhetik bedient,
die an die 1930er und 1940er erinnert.

In der Vergangenheit gab es auch in Deutschland immer wieder
Unternehmungen, sich mit der Nazi-Vergangenheit über das
Medium Film auseinander zu setzen. Während dramatische
Interpretationen wie Der Untergang von Oliver Hirschbiegel
vor allem in der ausländischen Kritik durchaus positiv
wahrgenommen werden, tut sich die Vergangenheitsbewältigung
in Form der Komödie schwer -- mit Ausnahme solcher Filme
wie Sein oder Nichtsein vom deutschen Regisseur Ernst Lubitsch,
der über die Distanz eines Weltmeeres und eines Kontinents
die nötige Distanz zur unbeschwerten Umsetzung fand.

Wie Iron Sky in diesem Kontext wahrgenommen wird,
wird erst die Zeit zeigen.

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